"Tradition ist die Bewahrung des Feuers, nicht die Anbetung der Asche." -- (Unbekannt)

Einige der großen Brüder und Schwestern dessen Beispiele ich inspirierend finde nach höheren Zielen zu greifen. In dem Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit.


Assata Shakur

Thomas Sankara

Yaa Asantewaa


Kwame Nkrumah

Malcolm X

Angela Davis


Marcus Garvey

Amilcar Cabral

Patrice Lumumba


Samuel Sharpe

Mariama Bâ

Amy Garvey


Harriet Tubman

Ken Saro-Wiwa

Frantz Fanon


Toussaint L'Ouverture

Ella Baker

Steve Biko


Imhotep

Omali Yeshitela

John Africa


George Padmore


John Henrik Clarke

Walter Rodney

Cheikh Anta Diop


Huey P. Newton

Fred Hampton



Robert Mangaliso Sobukwe

Jomo Kenyatta

Oginga Odinga


Dessi Woods

Nat Turner

Funmilayo Ransome-Kuti


Kwame Ture(Stokely Carmichael)

Mumia Abu-Jamal

C.L.R. James


Zumbi dos Palmares

Antonio Maceo

Sundiata Acoli


Nehanda Abiodun

Marimba Ani

Jacqueline Creft


Dedan Kimathi

Tom Mboya

Menelik II.


M'Balia Camara

Abdulrahman Mohamed Babu

Ruben Um Nyobé


Kathleen Cleaver

Josina Machel

W.E.B. DU Bois


Queen Nanny

Paul Robeson

Muhammad Ahmad al-Mahdi


Julius Nyerere

H. Rap Brown

Paul Bogle


Anton Wilhelm Amo

Sekou Odinga

Martha Pitts


Ahmed Ben Bella

Winnie Mandela

Félix-Roland Moumié


Nelson Mandela

Martin Luther King Jr.

Waruhiu Itote (General China)


Alle Einträge von, mit und über unsere Black Freedomfighters:

Interview mit Safiya Bukhari-Alston

Interview mit Safiya Bukhari-Alston 

Brooklyn, New York City, September 1992

 

Zur Person:

Safiya Bukhari-Alston wuchs in New York City auf und studierte im New York City College Medizin. 1969 trat sie in die BPP/Harlem, New York City, ein. Safiya war seit 1971 für die Informations- und Kommunikationsarbeit der gesamten Ostküsten-Panther zuständig und in diesem Rahmen auch für die Herausgabe der BLA-Kommuniqués und die Organisierung von Pressekonferenzen verantwortlich. Ende 1973 ging sie als Koordinatorin des Armistad Kollektivs der BLA in die Illegalität. Sie war die einzige weibliche Koordinatorin einer BLA- Einheit. Im Januar 1975 wurde sie in Norfolk, Virginia verhaftet und wegen Mordes zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt. Auch im Gefängnis war sie für die Konsolidierung der BLA-Einheiten und der regionalen Panther der gesamten südlichen Ostküste zuständig. Ende 1976 ist sie aus dem Gefängnis in Virginia ausgebrochen und wurde allerdings schon zwei Monate später erneut verhaftet. Für ihren Ausbruch wurde sie zu einem weiteren Jahr Gefängnis verurteilt und verbrachte 3 Jahre und 7 Monate in Isolationshaft. 1983 wurde sie auf Bewährung entlassen. Seit ihrer Entlassung arbeitet sie in verschiedenen Communityprojekten.
Safiya ist Mutter einer Tochter und inzwischen auch Großmutter.

 

Interview:

Wie bist Du zur Black Panther Party (BPP) gekommen?

Read More 0 Comments

Huey P. Newton - Der revolutionäre Interkommunalismus der Black Panther Party

Rede am Boston College – 18. November 1970


Power to the people, Brothers and Sisters. Ich möchte euch für meine Anwesenheit hier heute abend danken, denn ihr seid verantwortlich dafür. Wenn es die Macht des Volkes[1] nicht gäbe, wäre ich in einem Hochsicherheits-Gefängnis.

[Huey P. Newton] Vorsitzender, für Ericka Huggins, für Angela Davis, für die New York 21 und die Soledad Brothers.[2] Für alle politischen und Kriegsgefangenen. Am 28. und 29. November werden wir in Washington D.C. eine konstituierende People’s Revolutionary Convention abhalten. Wenn die Leute nicht kommen, können wir diese Versammlung nicht machen. Denn schließlich machen die Leute die Weltgeschichte und sind für alles verantwortlich.

Wie können wir eine Volksversammlung machen, wenn wir kein Volk haben? Einige glauben, dass es möglich, ist eine Volksversammlung zu machen, ohne dass das Volk dort ist. Ich erinnere mich, dass dies 1777 der Fall war.

Heute Abend möchte ich euch das Programm der Black Panther Party umreißen und erklären, wie wir zu unserer ideologischen Position gelangt sind und warum wir es als notwendig empfinden, ein Zehn-Punkte-Programm[3] aufzustellen. Ein Zehn-Punkte-Programm ist weder revolutionär noch ist es reformistisch. Es ist ein Überlebensprogramm.

Wir, die Leute, sind von Genozid bedroht, weil Rassismus und Faschismus üppig wuchern in diesem Land und überall auf der Welt. Und der herrschende Kreis in Nordamerika ist dafür verantwortlich. Wir beabsichtigen, alles das zu ändern, und um es zu ändern, muss es eine totale Transformation geben. Aber bis wir diese totale Transformation erreichen können, müssen wir existieren. Um zu existieren, müssen wir überleben; deshalb brauchen wir ein Überlebenspaket: Das Zehn-Punkte-Programm. Es ist notwendig für unsere Kinder, damit sie gesund aufwachsen, mit einem funktionierenden und kreativen Geist. Das können sie nicht, wenn sie nicht die richtige Nahrung bekommen. Deshalb haben wir ein Frühstücksprogramm für Kinder. Wir haben auch Gesundheitsprogramme für die Community. Wir haben ein Busprogramm. Wir nennen ihn den “Bus für Verwandte und Eltern von Gefangenen”. Wir erkennen, dass das faschistische Regime, das überall in Amerika die Gefängnisse betreibt, seine Hinterlist gern im Dunkeln begehen würde. Aber wenn wir die Verwandten, Eltern und Freunde zu den Gefängnissen bringen, können sie die Hinterlist der Faschisten offenlegen. Auch das ist ein Überlebensprogramm.

Read More 0 Comments

Interview mit Geronimo ji-jaga Pratt (Black Panther Party), Oktober 1992

Wer ist Geronimo Pratt?

Geronimo Pratt saß seit 1970 im Gefängnis (acht Jahre davon verbrachte er in Isolationshaft), obwohl sich selbst Amnesty International und Abgeordnete des Kongresses für seine Entlassung einsetzen. Er wurde zum Symbol für den Widerstand gegen Repression und für den Schwarzen Befreiungskampf in den USA. Während der 60er Jahre war Geronimo stellvertretender Verteidigungsminister der BPP. Seine Verhaftung und Anklage wegen eines Mordes an einer weißen Lehrerin auf einem Tennisplatz in Santa Monica 1968 war Teil des COINTELPRO-Programmes und der Strategie zur Diskreditierung und Ausschaltung populärer und auch unter Weißen an Einfluß gewinnenden Schwarzen AktivistInnen. Nach seiner Rückkehr aus Vietnam ging er mit 21 Jahren 1967 nach Los Angeles und schloß sich der Black Panther Party an. Drei Jahre später befand er sich bereits im Gefängnis. FBI-Dokumente enthüllen, daß er und andere Parteimitglieder zum Zeitpunkt des Mordes, dessen man ihn beschuldigt, 800 Kilometer von Santa Monica entfernt waren und dort von der Polizei überwacht wurden. Das FBI behauptete, die Überwachungsberichte des Treffens seien verlorengegangen. Er wurde 1997, nach 27 Jahren Haft, schließlich doch entlassen. Im April 2000 schloss er einen Vergleich, der ihm eine Entschädigung in Höhe von $4.5 Millionen zusprach. Am 2. Juni 2011 verstarb er im Alter von 63 Jahren in Tansania.


Interview:

Read More 0 Comments

[Doku] Toussaint Louverture - Die Haitianische Revolution 1791

0 Comments

10-Punkte-Plattform und Programm der Black Panther Party, Oktober 1966

Was wir wollen und woran wir glauben

10-Punkte-Plattform und Programm der Black Panther Party, Oktober 1966


  1. Wir wollen Freiheit. Wir wollen die Macht, das Schicksal unserer schwarzen Community selbst zu bestimmen. Wir glauben, daß die Schwarzen nicht frei sein werden, bis wir über unser Schicksal selbst bestimmen können.

  2. Wir wollen Vollbeschäftigung für unser Volk. Wir glauben, daß die US-Regierung dafür verantwortlich und dazu verpflichtet ist, jedem Menschen Arbeit und ein garantiertes Einkommen zu verschaffen. Wir glauben, daß, wenn die weißen amerikanischen Unternehmer keine Vollbeschäftigung erreichen, ihnen dann die Produktionsmittel genommen und in Community-Eigentum überführt werden sollten, so daß die Leute der Community sich organisieren und ihrem ganzen Volk Arbeit und einen hohen Lebensstandard schaffen können.

  3. Wir wollen, daß dem Ausrauben unserer schwarzen Community durch die Kapitalisten ein Ende gesetzt wird. Wir glauben, daß diese rassistische Regierung uns ausgeraubt hat und fordern nun unsere überfälligen Schulden von vierzig Acres (ca.162 qkm, d.Ü.) und zwei Maultieren ein. Vierzig Acres und zwei Maultiere waren vor 100 Jahren als Wiedergutmachung für die Sklavenarbeit und den Massenmord an Schwarzen versprochen worden. Wir akzeptieren die Zahlung in Geld, das an unsere vielen Communities verteilt werden wird. Die Deutschen sind nun dabei, die Juden in Israel wegen des Völkermords am jüdischen Volk zu unterstützen. Die Deutschen ermordeten sechs Millionen Juden. Die amerikanischen RassistInnen waren an der Abschlachtung von über fünfzig Millionen Schwarzen beteiligt. Wir sind daher der Ansicht, daß unsere Forderung bescheiden ist.

  4. Wir wollen angemessene, menschenwürdige Wohnungen. Wir glauben, daß, wenn die weißen Hausbesitzer unserer schwarzen Community keine angemessenen Wohnungen geben, die Wohnhäuser und das Land dann in Kooperativen umgewandelt werden sollten, so daß unsere Community, mit Hilfe der Regierung, angemessene Wohnungen für ihre Menschen bauen und schaffen kann.

  5. Wir wollen eine Schulbildung für unser Volk, die die wahre Natur dieser dekadenten amerikanischen Gesellschaft offenlegt. Wir wollen eine Schulbildung, die uns unsere wahre Geschichte und unsere Rolle in der gegenwärtigen Gesellschaft lehrt. Wir glauben an ein Bildungssystem, das unserem Volk ein Bewußtsein von sich selbst gibt. Wenn ein Mensch kein Bewußtsein von sich und seiner Position in der Gesellschaft und der Welt hat, dann hat er wenig Chancen, einen Bezug zu anderen Dingen zu entwickeln.

  6. Wir wollen, daß alle Schwarzen vom Militärdienst ausgenommen werden. Wir glauben, daß Schwarze nicht dazu gezwungen werden sollten, in der Armee zu kämpfen, um ein rassistisches System zu verteidigen, das uns selbst nicht beschützt. Wir werden andere People of Color nicht bekämpfen und töten, die, wie die Schwarzen, Opfer der weißen, rassistischen Regierung Amerikas sind. Wir werden uns selbst gegen die Macht und Gewalttätigkeit der rassistischen Polizei und des rassistischen Militärs schützen, mit allen notwendigen Mitteln.

  7. Wir wollen, daß der POLIZEIBRUTALITÄT und dem MORD an Schwarzen ein sofortiges Ende gesetzt wird. Wir glauben, daß wir die Brutalität der Polizei in unseren schwarzen Communities dadurch beenden können, daß wir schwarze Selbstverteidigungsgruppen organisieren, mit der Aufgabe, unsere schwarze Community gegen rassistische polizeiliche Unterdrückung und Brutalität zu verteidigen. Der zweite Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten gibt uns das Recht, Waffen zu tragen. Daher glauben wir, daß alle Schwarzen sich zu Selbstverteidigungszwecken bewaffnen sollten.

  8. Wir wollen Freiheit für alle Schwarzen, die in Bundes-, Staats-, Kreis- und Stadtgefängnissen sitzen. Wir glauben, daß alle Schwarzen aus den Gefängnissen entlassen werden sollten, da sie keine faire und unparteiische Gerichtsverhandlung erhalten haben.

  9. Wir wollen, daß alle Schwarzen, die vor Gericht kommen, von Geschworenen ihrer eigenen peer-Gruppe oder Leuten ihrer schwarzen Community beurteilt werden, wie es die Verfassung vorsieht. Wir glauben, daß sich die Gerichte an die Verfassung der Vereinigten Staaten halten sollten, so daß Schwarze ein faires Gerichtsverfahren erhalten. Der vierzehnte Zusatzartikel der US-Verfassung gibt jedem das Recht, von seiner peer-Gruppe gerichtlich beurteilt zu werden. Eine peer-Gruppe setzt sich aus Personen aus ähnlichem ökonomischen, sozialen, religiösen, geographischen, umgebungsmäßigen, historischen und rassischen Hintergrund zusammen. Um dies zu gewährleisten, ist das Gericht gezwungen, die Geschworenen aus der schwarzen Community zu wählen, aus der der/die schwarze Angeklagte kommt. Über uns haben ausschließlich weiße Geschworene zu Gericht gesessen (und tun es noch), die kein Verständnis für den durchschnittlich denkenden Mann/Menschen der schwarzen Community aufbringen.

  10. Wir wollen Land, Brot, Wohnungen, Bildung, Kleidung, Gerechtigkeit und Frieden. Und als unser hauptsächliches politisches Ziel die Abhaltung einer, von den Vereinten Nationen überwachten, Volksabstimmung in der schwarzen Kolonie, an der ausschließlich die schwarzen Kolonialangehörigen teilnehmen dürfen, mit dem Ziel, den Willen des schwarzen Volkes hinsichtlich seines weiteren nationalen Schicksals festzulegen. Wenn es im Laufe der menschlichen Geschichte für ein Volk notwendig wird, die politischen Bande, die es mit einem andern verbunden haben, zu lösen und unter den Mächten der Erde die eigene und gleiche Position einzunehmen, zu der die Naturgesetze und der Gott der Natur es berechtigt, dann verlangt ein angemessener Respekt vor der Meinung der Menschheit, daß es die Ursachen erklärt, die es zu dieser Ablösung zwingen.


Wir halten folgende Wahrheiten für selbstverständlich: daß alle Menschen gleich geschaffen sind; daß sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet wurden; daß zu diesem Leben Freiheit und das Streben nach Glück gehören. Daß zur Sicherstellung dieser Rechte unter den Menschen Regierungen eingerichtet wurden, deren gerechte Macht sich aus der Zustimmung der Regierten herleitet; daß, wenn eine bestimmte Regierungsform diese Ziele untergräbt, es jederzeit das Recht des Volkes ist, sie zu ändern oder zu zerschlagen und eine neue Regierung einzurichten, deren Grundlage die Prinzipien sind und deren Macht in der Weise organisiert ist, die dem Volk am ehesten Sicherheit und Glück zu verschaffen versprechen. Die Klugheit verlangt allerdings, daß lang etablierte Regierungen nicht aus geringfügigen und vorübergehenden Gründen geändert werden sollten; und alle Erfahrung hat übereinstimmend gezeigt, daß die Menschheit eher dazu neigt zu leiden, solange die Übel noch erträglich sind, als sich mit der Zerschlagung der gewohnten Formen ihr Recht zu verschaffen. Wenn aber eine lange Kette von Mißbräuchen und Rechtsbrüchen, die unveränderlich dasselbe Ziel verfolgen, ein Muster absoluter Despotie hervorbringt, dann ist es ihr Recht, dann ist es ihre Pflicht, eine solche Regierung abzuwerfen und neue Schutzinstrumente für ihre künftige Sicherheit zu schaffen.

0 Comments

[Ebook] Malcolm X - Die Autobiographie

Read More 0 Comments

Dhoruba bin Wahad - Warum er den Black Panthers beitrat und seine Position zur weißen, europ. Gesellschaft

F: Warum hat Du Dich für die Black Panther Party entschieden?


DBW: Meine Herkunft hat mir klargemacht, daß sich die Dinge nicht ändern würden und die Leute uns nicht respektieren oder auch sich mit uns befassen würden, wenn wir nicht aufstehen und uns gegen die rassistischen Angriffe selbst verteidigen. Hätten sich die Vereinigten Staaten aus Vietnam zurückgezogen, wenn es nicht die NLA (Nationale Befreiungsarmee, Anm. d.Ü.) gegeben hätte, wenn es nicht den Kampf des vietnamesischen Volkes gegeben hätte, sein eigenes Schicksal selbst zu bestimmen? Wäre Frankreich aus Indonesien abgezogen, ohne Dien Bien Phu? Wären sie aus Algerien abgezogen, ohne die FLN (Front Liberation National, algerische Unabhängigkeitsbewegung, Anm. d.Ü.)?

Read More 0 Comments

Onkwehón:we Rising

http://talkingdrum.jimdo.com likes and supports:

https://onkwehonwerising.wordpress.com/

Onkwehón:we Rising is a Revolutionary Indigenist project. It’s primary focus is building support for and popularizing the existence of indigenous struggles against ongoing colonization, genocide and ecocide in Occupied Anówarakowa Kawennote (Great Turtle Island) with an eye towards the development of a genuine broad-based Onkwehón:we (“indigenous north amerikan”) liberation movement.

Our struggle is fundamentally a struggle to achieve and actualize national liberation and decolonization. We do not seek to seize the reigns of power of the settler occupational states, but rather hold that our liberation is to be found in fully detaching our nations and peoples from this rotting corpse of an empire.

The material basis for this empire is its occupation of our lands and the destruction of our peoples. In detaching ourselves from it we gut it, in the process destroy its ability to wield power over us, eventually eliminating the very thing itself. In this radical dismantling of the entity we call “north amerika” we see the potential not only for our own liberation, but the liberation of all oppressed peoples on this land, and possibly the greatest act of solidarity we could send to the masses of oppressed and exploited peoples around the world.

To that end we state openly that Onkwehón:we Rising is avowedly revolutionary in its orientation. We see no value in strategies that do not recognize the need to remove parasitic colonial power as the fundamental prerequisite for our liberation and that would rather grovel at the feet of our oppressors for piecemeal reforms to the status quo.

Onkwehón:we Rising is also anti-capitalist. We consider to be snakes in the grass those neocolonial wannabe settlers who administer Ottawa and Washington D.C.’s colonial regimes and promote ideologies of “Indian capitalism” that would seek to integrate Onkwehón:we into the parasitic society of the colonial. They power are enemies of our people. Globally we recognize that only the total overturning of the current parasitic capitalist world-system will ensure not only our liberation, but the liberation of all oppressed and exploited peoples around the world.

In place of the parasitic capitalist-colonial power on this continent we raise up high the banner of Indigenous Socialism. We strive for a society in which all land, resources and labor are divided in a way that is just to all members of our nations and the ecosystems in which we are embedded. We seek to live in a way that honors the seven generations before us and provides for the seven generations that will come after us

Read More 0 Comments

2 Pac 1992's Revolutionary Speech

Read More 0 Comments

Thomas Sankara - Das letzte bekannte Interview

Jeune Afrique: Welche Bilanz ziehen Sie vier Jahre nach dem Beginn der Revolution?

Thomas Sankara: Ich mag diese Frage nicht wirklich, weil ich selbst Akteur bin. Bei uns sagt man: „Ein Tänzer kann nicht wissen, ob er gut tanzt.“ Aber wir denken in aller Bescheidenheit, dass wir einige Erfolge erzielt haben. Wir haben Schulen gebaut. Wir haben die Einschulungsrate verdoppelt: sie ist von 12 % auf über 23 % gestiegen. Wir haben eine Gesundheitsstation pro Dorf eingerichtet, und wir sind dabei, das Bewusstsein der Leute zu schärfen, damit sie diese Gesundheitsposten unterhalten. Mittlerweile ist das zur Gewohnheit geworden.

J.A.: Gestehen Sie auch Misserfolge ein? Evtl. sogar persönliche Fehler?

Read More 0 Comments

[Documentaries] African Martyrs Day: Remembering Malcolm X

Am 21. Februar 2015 jährt sich zum 50 mal die brutale Ermordung von Malcolm X. Jährlich wird an diesem Tag der African Martyrs Day gefeiert und unseren gestorbenen Freiheitskämpfer*innen gedacht. Die folgenden Dokumentation können einen Eindruck in das Leben von Malcolm X vermitteln.


Die vielleicht beste Doku zu Bruder Malcolm:

Malcolm X: Make It Plain (1994) directed by Orlando Bagwell 140 min.

Read More 0 Comments

Video: Angela Davis - der Kampf geht weiter!

Read More 0 Comments

George Jackson

George Jackson wurde am 23. September 1941 in Chicago USA geboren. Mit 18 Jahren wurde er für angebliche Beteiligung bei einem Tankstellenüberfall, welcher 70 Dollar erbrachte, verurteilt. Das Gericht gab ihm eine unbestimmte Haftstrafe von einem Jahr bis Lebenslänglich. Er wurde jedoch niemals entlassen, stattdessen studierte er im Gefängnis revolutionäre Literatur und schloss sich der Black Panther Party an. Zusätzlich gründete er die Gefängnisorganisation Black Guerrilla Family (BGF). Er kam zu einer beträchtlichen Berühmtheit durch die Veröffentlichung seiner zwei Bücher: "Soledad Brother. The Prison Letters of George Jackson" und "Blood in my Eye", welche die Wut, Frustrierung und Entschlossenheit der Zeit ausdrücken. Am 21. August 1971 kam es zu einem Gefängnisaufstand in dessen Verlauf es zu mehreren Toten kam, Bruder-Genosse George Jackson wurde von einem Wachmann in den Rücken geschossen und starb, die genauen Umstände sind bis heute ungeklärt. Bei seiner Beerdigung erwiesen ihm 1200 Menschen die letzte Ehre.

Read More 0 Comments

 Assata Shakur: Ein Gespräch in Havanna, Cuba

von hier http://www.fgbrdkuba.de/literatur/assata-shakur-ein-gespaech-in-havanna.php

Assata Shakur, wurde am 16.7.47 in den USA geboren, sie ist eine Frau aus dem Schwarzen Widerstand in den USA, ehemaliges Mitglied der Black Panther Party (BPP) und der Black Liberation Army (BLA), sie lebt seit 1984 auf Cuba.



Auszug vom Gespräch mit Assata Shakur am 15.09.91 in Havanna, Kuba:


Wie sind deine Kontakte in die USA, nimmst du noch in irgendeiner Art und Weise an den Geschehnissen dort teil?

Ich habe nicht sehr viel Besuch aus den USA, aber ich versuche über die Leute, die kommen am Ball zu bleiben. Hier besonders in Bezug auf die Afrikaner in den USA und was die sozialen Bewegungen angeht und ich versuche mir darüber klar zu werden, wie die objektiven Bedingungen in den USA sind.

Wie siehst du die Bedingungen in den USA?

Es gibt einen generellen Rechtsruck, die Linke befindet sich in einem Desaster und ist verwirrt. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Es gibt 3 5 Millionen Obdachlose und trotz aller Propaganda aus dem rechten Flügel, eine Gruppe Menschen, die nicht mehr glücklich ist mit dem wie es ist. Das sind nicht viele aber es gibt sie. Sie sind eine Minderheit und völlig desorganisiert und ungefähr 50 Jahre zurück, sie scheinen noch im Jahre 1917 zu leben und zu glauben, daß ein Flugblatt "Arbeiter der Welt vereinigt Euch", ausreicht um Leute zu organisieren. Viele Linke haben bisher weder Fernsehen, Video oder Radio für sich entdeckt.

So befinden wir uns in einer Situation, in der die Masse in der Realität lebt während die Linke die Geschehnisse von einem anderen Planeten aus zu analysieren scheint.

Der linke Teil des Black Liberation Movement ist ein bißchen organisierter, aber in dieser kompletten Verwirrung, die herrscht, muß es besser werden. Bessere Analysen müssen gemacht, bessere Organisations- und Mobilisierungsformen müssen gefunden werden, um zu überleben und endlich effizienter zu sein.

Ein Teil dessen, was passiert, kommt daher, daß unsere Bewegung seit Jahren aus verschiedenen Gründen stagniert, die zum Teil damit zu tun haben, daß versucht wurde, ein Modell der sowjetischen Realität in den USA aufzubauen, was natürlich verrückt ist.

Read More 0 Comments

Aimé Césaire: Der Rebell und die Mutter

DER REBELL (hart) Mein Name: Beleidigt; mein Vorname: Gedemütigt; mein Beruf: Aufständischer; mein Alter: das Alter des Steins.
DIE MUTTER Meine Rasse: die menschliche Rasse; meine Religion: die Brüderlichkeit...
DER REBELL Meine Rasse: die gefallene Rasse. Meine Religion... aber nicht ihr werdet sie vorbereiten mit eurer Entwaffnung... sondern ich mit meiner Revolte und meinen armen geballten Fäusten und meinem struppigen Kopf. 

(Sehr ruhig) Ich erinnere mich eines Novembertages; er war noch nicht sechs Monate alt, und der Herr ist in die rußige Hütte getreten wie  ein roter Mond. Er betastete seine kleinen muskulösen Glieder. Es war ein sehr guter Herr, zärtlich streichelte er mit seinen dicken Fingern über das kleine Gesicht voller Grübchen. Seine blauen Augen lachten und sein Mund neckte ihn mit Kosenamen: das wird ein gutes Stück sein, sagte er und sah mich an, und er sagte andere liebenswürdige Dinge, der Herr, daß man rechtzeitig anfangen müsse, daß zwanzig Jahre nicht zuviel seien, um einen guten Christen und einen guten Sklaven, untertänig und wohlergeben, einen guten Aufseher mit schnellem Auge und festem Griff aus ihm zu machen. Und dieser Mann sah in die Wiege meines Sohnes wie in die Wiege eines Aufsehers...

Wir sind gekrochen, die Messer in der Faust...
DIE MUTTER Ach, du wirst sterben.
DER REBELL Getötet... ich habe ihn getötet mit meinen eigenen Händen ... Ja: das war ein fruchtbarer und üppiger Tod. Es war Nacht. Wir krochen zwischen dem Zuckerrohr. Die Messer glitzerten in den Sternen, aber die Sterne waren uns egal. 

Das Zuckerrohr zerschnitt uns das Gesicht mit Büscheln grüner Klingen.

DIE MUTTER Ich hatte einen Sohn erträumt, der seiner Mutter die Augen schließt.
DER REBELL Ich habe mich entschlossen, meinem Sohn die Augen auf eine andere Sonne zu öffnen.
DIE MUTTER ... O mein Sohn... Sohn eines bösen und verderblichen Todes.
DER REBELL Nein Mutter, eines lebenskräftigen und prächtigen Tode.

DIE MUTTER Weil du zuviel gehaßt hast.
DER REBELL Weil ich zuviel geliebt habe. 
DIE MUTTER Schone mich, ich ersticke in deinen Banden. Ich blute aus deinen Wunden.
DER REBELL Und die Welt schont mich nicht... Es gibt in der Welt keinen armen Gelynchten, keinen armen Gefolterten, in dem ich nicht ermordet und gedemütigt werde.
DIE MUTTER Gott im Himmel, befreie ihn. 
DER REBELL Mein Herz, du befreist mich nicht von meinen Erinnerungen...

Es war an einem Novemberabend...

Und plötzlich durchfuhr Lärm die Stille.

Wir waren aufgesprungen, wir, die Sklaven; wir, der Mist; wir, die Tiere mit den geduldigen Hufen.

Wir rannten wie Wahnsinnige; Schüsse ertönten... Wir schlugen zu. Der Schweiß und das Blut erfrischten uns. Wir schlugen zu zwischen den Schreien und die Schreie wurden schriller und ein großer Lärm erhob sich gegen Osten, das waren die Wirtschaftsgebäude, die brannten, und die Flamme berührte zart unsere Backen. Dann kam der Sturm auf das Herrenhaus.

Man schoß aus den Fenstern.

Wir traten die Türen ein.

Das Zimmer des Herrn war weit offen. Das Zimmer des Herrn war hell erleuchtet, und der Herr saß da, ganz ruhig... und die unsrigen blieben stehen... es war der Herr... Ich trat ein. Du bist es, sagte er ganz ruhig zu mir... Ich war es, gerade ich, sagte ich ihm, der gute Sklave, der treue Sklave, der sklavische Sklave, und plötzlich waren seine Augen zwei verängstigte Schaben zur Regenzeit... Ich schlug zu, das Blut spritzte: das ist die einzige Taufe, an die ich mich heute erinnern kann.

(Aime Cesaire, Et les chiens se taisaient.)

Zitiert in: Frantz Fanon - Die Verdammten dieser Erde

0 Comments

Malcolm X: Message To The Grassroots: Botschaft an die Basis

Auszug aus einer der berühmtesten Reden von Bruder Malcolm November 10, 1963:  

Es gab zwei Arten von Sklaven. Es gab den Haussklaven und den Feldsklaven. Die Haussklaven lebten in dem Haus, mit dem (Sklaven)Meister. Sie waren ziemlich gut gekleidet. Sie aßen gut, denn sie aßen sein Essen, was er übrigließ. Sie lebten auf dem Speicher oder im Keller, aber noch immer lebten sie in der Nähe des Meisters, und sie liebten den Meister, mehr als der Meister sich liebte. Sie würden ihr Leben schneller hergeben, um des Meisters Haus zu retten, als der Meister dies tun würde. Wenn der Meister sagte „Wir haben hier ein gutes Haus“, würde der Haussklave sagen „Ja, wir haben hier ein gutes Haus“. Wann immer der Meister "wir" sagen würde, würde auch er "wir" sagen. So kann man einen Haussklaven erkennen.

Wenn das Haus des Meisters Feuer fing, so würde der Haussklave härter darum kämpfen die Flamme zu löschen als der Meister dies tun würde. Wenn der Meister krank wurde, würde der Haussklave sagen “Was ist los, Boss, sind wir krank?“ Wir krank! Er identifizierte sich mit dem Meister, mehr als der Meister sich mit sich identifizierte. Und wenn man zu dem Haussklaven hinkam und sagte „Laß uns wegrennen, laß uns fliehen, laß uns trennen“, so würde der Haussklave einen ansehen und sagen „Mensch, du bist verrückt. Was meinst du mit trennen? Wo gibt es ein besseres Haus als dieses? Wo kann ich bessere Kleider tragen als diese? Wo kann ich besseres Essen essen als dieses?“. Das war der Haussklave. Damals nannte man ihn den Hausn***er. Und so nennen wir ihn auch heute, denn noch immer haben wir einige Hausn***er hier herumlaufen.

Dieser moderne Haussklave liebt seinen Meister. Er möchte in seiner Nähe leben. Er wird dreimal so viel bezahlen als das Haus wert ist, nur um in der Nähe seines Meisters zu leben und dann damit zu prahlen „Ich bin hier der einzige Schwarze. Ich bin der einzige in diesem Job. Ich bin der einzige in dieser Schule“. Du bist nichts anderes als ein Haussklave. Und wenn jemand genau jetzt zu dir kommen und sagen würde „Laß uns trennen“, sagst du dasselbe wie der Haussklaven auf der Plantage. „Was meinst du mit trennen? Von Amerika? Diesem guten weißen Land? Wo bekommst du eine bessere Arbeit, als du sie hier bekommst?“. Das ist, was du sagst. „Ich habe nichts in Afrika zurückgelassen“, das ist, was du sagst. Aber nein, du hast deinen Verstand in Afrika zurückgelassen.

Auf derselben Plantage gab es den Feldsklaven. Die Feldsklaven, das waren die Masse. Es gab immer mehr Sklaven auf dem Feld als Sklaven in dem Haus. Der Sklave im Feld musste es büßen. Er aß Überreste. Im Haus lebten sie in Saus und Braus. Der Sklave im Feld bekam nichts außer dem, was von den Innereien in dem Schwein übrig war. Sie nennen es heute Kutteln. Damals nannten sie es, was es war, Gedärm. Das ist es, was du warst, ein Gedärmesser. Und einige von euch sind immer noch Gedärmesser.

Der Feldsklave wurde geschlagen von morgens bis abends. Er lebte in einer Baracke, in einer Hütte. Er trug weggeworfene Kleider. Und er hasste seinen Meister. Ich sage, er hasste seinen Meister. Er war intelligent. Dieser Haussklave liebte seinen Meister. Aber der Feldsklave, erinnere dich, er war in der Überzahl, und er hasste den Meister. Wenn das Haus Feuer fing, versuchte er nicht das Feuer zu löschen, dieser Feldsklave betete für Wind, für eine Brise. Wenn der Meister krank wurde, betete der Feldsklave darum, dass dieser sterben möge. Wenn jemand zu dem Feldsklaven kommen und sagen würde „Lass uns trennen, lass uns wegrennen“, so würde er nicht sagen „Wohin denn?“, sondern „Jeder Platz ist besser als der hier“. Es gibt Feldsklaven heutzutage in Amerika. Ich bin ein Feldsklave. Die Massen sind Feldsklaven. Wenn sie das Haus dieses Mannes brennen sehen, hören wir Sie nicht davon reden „Unsere Regierung ist in Schwierigkeiten“, sondern sie sagen „Die Regierung ist in Schwierigkeiten“. Stell dir einen Schwarzen vor, der sagt „Unsere Regierung“. Ich hörte sogar einen sagen „Unsere Astronauten“. Sie würden ihn nicht einmal in die Nähe der Fabrik lassen, und „Unsere Astronauten“. „Unsere Navy“. Das ist ein Schwarzer, der den Verstand verloren hat. Das ist ein Schwarzer, der den Verstand verloren hat!“

0 Comments

Kwame Nkrumah: Afrika muss sich vereinen: Africa Must Unite

"

Unser Kontinent ist flächenmäßig der zweitgrößte der Erde. Der natürliche Reichtum Afrikas wird als größer als jener fast aller anderen Kontinente geschätzt. Um das Beste aus unseren Mitteln und Möglichkeiten zu machen, um Wohlstand und eine gute soziale Ordnung zu schaffen, müssen wir unsere Anstrengungen, unsere Reichtümer, unsere Fähigkeiten und unseren Willen vereinigen.

Europa soll uns eine Lehre, ein negatives Beispiel sein. Ständig war es damit beschäftigt, exklusive Nationalismen zu pflegen. Während Jahrhunderten war es in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt, die nur hin und wieder von Zeiten unsicheren Friedens unterbrochen waren, und schließlich endete es in einem Zustand der Verwirrung, im Chaos, nur weil es nicht fähig war, eine gesunde Grundlage für einen politischen Zusammenschluss und gegenseitiges politisches Verständnis zu schaffen. Es brauchte zwei Weltkriege, und ganze Weltreiche mussten zusammenbrechen, bis sich die Einsicht durchsetzte, dass in der Einheit der Stärke liegt. Und auch diese Einsicht ist noch immer nur teilweise verdaut.


Read More 0 Comments

May Ayim

Von: Junge Welt/Deniz Utlu


Vor 14 Jahren veröffentlichte May Ayim, eine junge Frau aus Hamburg, ihren ersten Lyrikband »blues in schwarz weiss«. Zwei Jahre später erschien postum der Band »nacht gesang« mit Gedichten aus ihrem Nachlaß. Ayim schrieb auch Essays und war politische Aktivistin.

Geboren am 3. Mai 1960 in Hamburg, hatte sie im Heim laufen gelernt, war bei Pflegeeltern in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen. Sie schrieb mit »schmerzendem deutsch / auf den lippen« über eine Kindheit in den 60er und 70er Jahren in Westdeutschland. Eine Kindheit, gezeichnet von Fremdheit, Unverständnis und Einsamkeit. Jeder Fehler, jedes Vergessen des Turnbeutels nach dem Sportunterricht, jede Trägheit bei den Hausaufgaben wurde mit Schlägen vergolten. Bald verließ Ayim ihre Pflegefamilie. Für immer.

Die ghanaisch-deutsche Autorin schrieb sich mit ihren Versen – ihrem Blues – in die Seelen vieler schwarzer Deutscher und anderer »People of Color«. Liebe hieß für sie »geben / ohne zu verlangen / nehmen / ohne zu besitzen / teilen / ohne warum / stark werden / für / die freiheit«.

In ihrem Gedicht »gegen leberwurstgrau – für eine bunte republik« beschreibt sie die Lächerlichkeit einer »Integrationsdebatte«, in der die Meinung der Betroffenen nicht zählt oder eben nur »bei besonderen anlässen / oder bei besonderen ereignissen / ganz bestimmt aber / kurz vor den nächsten wahlen«.

Bürger zu sein, heißt eben noch lange nicht, Bürgerrechte zu haben. Ayim rief zur Selbstermächtigung auf, akzeptierte keine Opferrolle: »Die ›lieben ausländischen mitbürgerInnen‹ / obwohl oder weil / noch immer ohne bürgerrechte / schmücken sich für ihre eigenen feste / und auch die schwarzen- / oder sonstwie bindestrich-deutschen / kommen nicht mehr weil sie eingeladen werden / sondern nur noch / wenn sie selber wollen / sie werden langsam frech / so ’n pech / ein glück!«

1985 war sie Mitbegründerin der Initiative Schwarze Deutsche (ISD). Ein Verein, der die Interessen von Afrodeutschen vertritt, auch indem er Geschichte aufarbeitet, die gerne totgeschwiegen wird; die Verfolgung von Schwarzen in Nazideutschland oder die deutsche Kolonialgeschichte, zu der die Berliner Konferenz 1884/85 gehört: Bismarck lud mit einem Lineal in der Hand und den Umrissen des afrikanischen Kontinents auf dem Tisch die Staatsoberhäupter Europas ein, den Kontinent zu zerstückeln. Namibia, Togo, Kamerun, Tansania, Ruanda und Burundi wurden deutsche Kolonien.

In ihrer Diplomarbeit verfolgte die angehende Erziehungswissenschaftlerin Ayim die Geschichte schwarzer Deutscher bis ins 12. Jahrhundert zurück. Sie erinnerte etwa an den Ghanaer A. W. Amo, der 1703 an der Universität Halle studierte und als Anhänger von Descartes und John Locke einer der bedeutendsten Vertreter der Wolffschen Philosophie wurde. Amos Werk »Das Recht der Mohren« wurde 1729 unter lateinischem Titel veröffentlicht und verschwand später auf unerklärliche Art und Weise.

Ayim erforschte in ihrer Arbeit auch die Gegenwart schwarzer Deutscher. Ihr Professor lehnte die Arbeit mit der Begründung ab, es gäbe in Deutschland keinen Rassismus.

Ist Sprechen nur möglich, wenn es Zuhörer gibt? Der Professor wollte nicht zuhören. Doch May Ayim sprach unbeeindruckt weiter: »ich trage meinen traum / hinter / erhobener faust / in pfefferfarben / und fange ganz klein an / fange endlich an / mit meiner schwester / und meiner freundin an der hand mit / meinen brüdern und / wenn es sein soll / auch allein / – damit es endlich anders werden / muß!«

... Voller Text Hier:http://www.afrikanet.info/menu/lnews/datum/2009/08/18/zum-13-todestag-der-afrodeutschen-autorin-und-aktivistin-may-ayim/?type=98&cHash=2581d333c3

Read More 0 Comments

Hilarius Gilges

Hilarius Gilges ist eine bemerkenswerte Person der afrodeutschen Geschichte. Er wurde am 28. April 1909 in Düsseldorf in eine Arbeiterfamilie geboren. Bereits in seiner Jugend engagierte er sich politisch und trat dem Kommunistischen Jugendverband Deutschland (KJVD) bei. Diese Entscheidung hing wohl auch mit den rassistischen Anfeindungen zusammen, welchen er als Schwarzer u.a. von faschistischen Gruppierungen ausgesetzt war. Über sein Engagement in der Arbeiterbewegung ist bekannt das er sehr aktiv war und ein Teil der politischen Theatertruppe "Nordwest ran". Im Jahr 1931 wurde Hilarius in einem sehr fragwürdigen Verfahren zu einem Jahr Haft verurteilt. Eine Demonstration der Kommunisten wurde von einer rechtsradikalen Gruppe von „Stahlhelmen“ angegriffen, bei der folgenden Auseinandersetzung wurde ein „Stahlhelm“ getötet und Hilarius im Nachhinein verantwortlich gemacht. Durch seine Haft ließ sich Hilarius jedoch nicht einschüchtern und wurde nach seiner Entlassung erneut politisch aktiv. Sein Aktivismus und seine Hautfarbe machten ihn zu einem Feind der deutschen Faschisten, 1933 wurde er im Alter von 27 Jahren durch die Nationalsozialisten in seiner Heimatstadt Düsseldorf ermordet. Seine Erinnerung jedoch lebt weiter, so gibt es heute u.a. den Hilarius-Gilges-Platz in Düsseldorf und die antifaschistische „Gruppe Hilarius“ welche sich mit dem Leben und den Taten Hilarius Gilges identifiziert.


Weiterführende Links:

http://www.hilarius-gilges.de/

http://gruppehilarius.blogsport.de

http://www.terz.org/texte/texte_06_03/gilges.htm

0 Comments